Learning by doing allein reicht heute nicht mehr aus – Avance Trainer über Effizient Führen in der Produktion

„Es heißt: ‚Die Produktion ist immer an allem Schuld!‘ Ich frage dann immer: Wer verdient eigentlich das Geld? Wofür zahlt der Kunde? Führung in der Produktion ist sehr anspruchsvoll.“ Lesen Sie mehr über unser Gespräch mit dem Leadership-Experten Ralf Hartleb.

Zum neuen Jahr ein neues Feature im AVANCE Blog: Lesen Sie ab sofort regelmäßig exklusive Interviews mit unseren AVANCE Trainern. Wohin ging die Reise? Wofür brennen sie?

Auch die Avance Academy hat etwas Neues dabei. Effizient Führen in der Produktion wird in Thüringen aktuell branchenübergreifend besonders nachgefragt.

„Das beste Training, das wir je hatten!“ so Kundenfeedback.

Hartleb: „Der Bedarf ist enorm, unsere Kunden haben bisher kaum in dieser Richtung gearbeitet. Learning by doing allein reicht heute nicht mehr aus. Führungskräfteentwicklung für diese Zielgruppe ist notwendig, Wertschätzung ein besonders wichtiges Thema.“ Grund genug das Thema in unserem neuen Programm 2019 auch als offenes Seminar anzubieten.

Herr Hartleb, Sie sind für die AVANCE viel und gerne unterwegs. Was war Ihr persönliches Highlight im letzten Monat?

Als Trainer hatte ich in Thüringen mehrere sehr spannende Workshops zum Thema Führen in der Produktion mit sehr gutem Feedback von Kunden aus der Automobilzulieferbranche, Medizintechnik und Nahrungsmittelindustrie. „Das beste Training, das wir je gehabt haben!“ hieß es. Das freut mich natürlich sehr und zeigt auf, dass wir bei Avance unseren Kunden tatsächlich einen Mehrwert bieten. Die Nachfrage für 2019 ist da!

Haben Sie ein aktuelles Lieblingsthema, für das Sie brennen?

Ich liebe es Führungskräfte zu coachen, Sie dazu zu bringen, Dinge zu machen, von denen sie selbst nicht geglaubt haben, dass sie es können. Ich fühle mich vor allem zuhause in Logistik/Produktion und anderen operativen Prozessen, weil man hier sehr schnell die Wirkungen des eigenen Handelns sieht und man Fehler nicht verstecken kann. Es ist ein sehr ehrlicher Bereich mit unmittelbarem Feedback für die erbrachte Leistung. Besser, schlanker und schneller sind Anforderungen, denen sich ein Produktionsbetrieb ja quasi täglich stellen muss.

Warum ist Führung im Bereich Produktion so anspruchsvoll?

Oftmals heißt es: „Die Produktion ist an allem schuld!“ Ich frage dann: „Wo entsteht der eigentliche Mehrwert? Was verkaufen wir denn? Wofür zahlt der Kunde? Bringen Schuldzuweisungen wirklich etwas?“ Auf der einen Seite ist da riesiger Druck, der Zeitfaktor. Verlangt wird Top-Qualität in kurzer Zeit. Auf der anderen Seite stehen sich ständig verändernde Kundenanforderungen und enormer Kostendruck. Oft können Kunden nachts noch bestellen, wenn die Produktion für die Auslieferung schon läuft. Da musst du als Verantwortlicher quasi in die Glaskugel schauen, sehr flexibel sein, gut strukturiert sein, um alle Kundenanforderungen in kürzester Zeit in Top-Qualität zu erfüllen.

Was wird Ihr neues Projekt? Woran arbeiten Sie gerade?

Das enorm positive Feedback aus unseren ersten Workshops mit der Academy hier in Thüringen hat uns bestärkt das Curriculum zum Thema „Effizient Führen in der Produktion“ auszubauen. Nicht jeder, der ein guter Facharbeiter ist oder war, wird automatisch eine gute Führungskraft. Learning by doing alleine reicht da nicht mehr aus. Gute Führung will gelernt sein. Diese Erkenntnis, dass Führungskräfteentwicklung notwendig ist, reift in vielen Unternehmen heran. Daher haben wir ein modulares Programm für Produktionsleiter und Schichtführer konzipiert und veröffentlicht. Unser Programm ist aus der Praxis für die Praxis geboren. Durch unsere Arbeit in der Beratung sehen wir natürlich viele Dinge, die bei Führungskräften nicht so gut laufen und konnten eine gute Toolbox zum Thema Führung entwickeln, um Ihnen zu helfen wirklich effizient zu werden.

Führungskräften ihre Arbeit täglich etwas „smarter“ bzw. leichter zu machen, ist das, was mir wirklich Spaß macht.

Ralf Hartleb, Sie kommen aus Regensburg, Bayern… wenn Sie drei Sätze zu Thüringen sagen müssten?

Dann würde ich sagen, dass ich sehr gerne hierherkomme. Ich mag die ehrliche und teilweise auch zurückhaltende Art hier in Thüringen. Man nennt die Dinge beim Namen. Das gefällt mir.

Vielen Dank Herr Hartleb für Ihre Zeit und wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit!


Ralf Hartleb im Gespräch mit Maria Siegl